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Die Wurzeln der Klosteranlage in Tückelhausen reichen bis ins frühe 12. Jahrhundert zurück. Von 1351 an gehörte der Bau unter dem Namen „Cella Salutis“ (Zelle des Heils) dem Orden der Kartäuser, der ihn durch verschiedene Baumaßnahmen an seine Bedürfnisse anpasste. Nachdem die Mönche während des Bauernkriegs und des Dreißigjährigen Kriegs hatten fliehen müssen, erfuhr das Kloster mit ihrer Rückkehr während der Barockzeit eine aufwändige Restaurierung und Umgestaltung. 1803 schließlich wurde es im Zuge der Säkularisation aufgehoben. Die Gebäude wurden dabei glücklicherweise nicht zerstört, so dass die kartusianische Klosteranlage trotz ihrer heute größtenteils privaten Nutzung fast vollständig erhalten ist. Links finden Sie den Grundriss des heutigen baulichen Zuschnitts. Aufgang zum ehemaligen Lettner Stammbaum des Kartäuserordens, Holzschnitt
Grundriss des Klosters
 
1991 wurde auf Initiative des damaligen Pfarrers Robert Rackowitz im Erdgeschoss das von ihm gestaltete „Fränkische Kartausenmuseum“ eröffnet. Die Ausstellung gibt anhand historischer Zeugnisse Einblick in die Geschichte der fränkischen Kartäuserklöster, in die Spiritualität des Kartäuserordens sowie das Alltagsleben der Mönche. 1997 übernahm die Diözese Würzburg die Trägerschaft und erweiterte den Bestand und das Konzept maßgeblich, unter anderem um die Präsentation moderner Kunst in den oberen Stockwerken. Beide Abteilungen des Museums nehmen die Suche des Menschen nach dem Mysterium Gott in den Blick – ob im Ordensleben oder im künstlerischen Schaffen. Im Kontext der Klosteranlage gehen Ausstellungsräume und -stücke so eine erkennbare Einheit ein.
Blick auf die Klosterkirche