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Der Geist des Barock findet gerade dort seinen gestalterisch-künstlerischen
Höhepunkt, wo die Brücke zum Göttlichen
geschlagen und versucht wird, die Erde durch den Glanz
des Himmels zu erhellen. Diese Begegnung von Himmel und
Erde und visionäre Schau ereignen sich vornehmlich
in den Werken religiöser Thematik und Nutzung.
Das Museum trägt dem dadurch Rechnung, dass es den
religiösen Aspekt barocken Kunstschaffens heraushebt
und in den ausgestellten Werken das Streben nach einer
Harmonie dokumentiert, die Abbild des Schöpfungideals
sein soll. Gemälde, Grafiken, Skulpturen, Plastiken,
Goldschmiedearbeiten, Paramente und barocke Kirchenausstattung
sind im Museum zu sehen. Viele Kunstwerke wurden in fränkischen
Maler- und Bildhauerwerkstätten geschaffen, ohne
dass die Namen der Künstler und Kunsthandwerker bekannt
sind.
Ebenso sind aber auch Werke der fränkischen Barockkünstler
Oswald Onghers, Johann Baptist de Ruel, Johann Peter Wagner,
Johann Josef Kessler und Johann Peter Herrlein vertreten,
die in der Diözese Würzburg vielerorts tätig
waren. Nicht nur die Vielfalt der Namen und Werkstätten,
sondern auch der Querschnitt der Themen, der Materialien
und Techniken vermitteln einen Eindruck des umfangreichen,
vielgestaltigen Kunstschaffens der Barockzeit in Franken.
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